Kunst in der Kritik

Davon ausgehend, dass der Beruf eines Kunstkritikers keines speziellen Studiums bedarf, ist ein Künstler, respektive ein Literat, einem Autodidakten ausgeliefert, wenn die Beurteilung seiner Werke ansteht. Damit sei nicht der Berufsstand des Kritiker geschmälert!

Ein Schriftsteller sollte sich jedoch mit Stärke wappnen, denn sein Empfinden ? und hauptsächlich das
fließt in die Werke ein ? ist kaum gleichzusetzen mit der inneren Wahrnehmung desjenigen, der über ihn zu Papier sitzt.

Geschmack und die Beurteilung kann bei jeder Kritik sehr unterschiedlich sein. so gefällt zum Beispiel einigen Kritikern der Trend der modernen Musicals wie Tanz der Vampire, andere verurteilen sie als weichgespülten Bombastpop.

Bei einem Dichter, der Romane schreibt, stimmen im Idealfall Handwerk und Inhalt eines Buches überein. Moderne Literatur, ein weites Feld wie alle Künste, ist das Ergebnis sprachlicher Veränderungen. Eine saloppe Sprache ist sicher günstig, wenn dem Zeitgeschmack Genüge getan werden soll. Ist sie allerdings zu sehr an die Umgangssprache angelehnt, der Inhalt dennoch von großer Bedeutung, wird der Kritiker nervös. Was kann er beurteilen? Genau genommen doch nur den Sprachstil.

Auch die Lyrik unterliegt dem Mainstream, und schnell wird ein Gedicht als altmodisch abgetan, nur weil es eine geschliffene Sprache aufweist. Literatur konnte und kann auch heute keine eindeutigen Maßstäbe setzen. Das können die Kritiker ebenso wenig. Für den Künstler gibt es in ausdrücklicher Art keine Grenzen, und pflegt er die Sprache besten Gewissens, gereicht ihm das nicht immer zum Vorteil.

Schlagworte: Kunst in der Kritik;Reviewmirror.de;Musicals

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